double-c-paints.de sind winzige, oft nur einen halben Millimeter große Spinnentiere, die Pflanzen unter glühender Sommerhitze oder in trockenen Innenräumen zusetzen. Um sie gezielt zu stoppen, müssen Sie zunächst die häufigsten Arten unterscheiden: Die Gemeine Spinnmilbe befällt vor allem Bohnen, Gurken und Zierpflanzen und hinterlässt feine, silbrige Sprenkel auf den Blättern sowie ein charakteristisches Gespinst an Blattunterseiten und Triebspitzen. Die Obstbaumspinnmilbe hingegen schädigt Äpfel, Birnen und Steinobst, wobei ihre Eier bereits im zeitigen Frühjahr an den Zweigen überwintern und die befallenen Blätter eine bräunliche, später kupferfarbene Verfärbung annehmen. Eine dritte Art, die Orchideen- oder Gewächshausspinnmilbe, erkennen Sie an ihrer rötlich-orangen Färbung und an einer stärkeren Verformung junger Blätter, oft in Kombination mit einem klebrigen Honigtau. Da alle Arten von Nässe auf den Blättern gemieden werden, hilft ein einfacher Test: Legen Sie ein weißes Blatt Papier unter befallene Triebe und klopfen Sie kräftig daran – fallen winzige, langsam krabbelnde Punkte herab, handelt es sich mit Sicherheit um Spinnmilben.
Haben Sie die Art identifiziert, ist der gezielte Einsatz von Nützlingen die effektivste und zugleich schonendste Methode, um die Schädlinge bekämpfen zu können, ohne chemische Mittel einsetzen zu müssen. Gegen die Gemeine Spinnmilbe eignet sich die Raubmilbe Phytoseiulus persimilis, die pro Tag bis zu zwanzig Schädlinge samt Eiern frisst und sich bei Temperaturen über zwanzig Grad rasant vermehrt; Sie sollten sie jedoch erst ausbringen, wenn die befallenen Blätter leicht angefeuchtet sind, da Trockenheit ihre Entwicklung hemmt. Für die Obstbaumspinnmilbe im Freiland sind hingegen die Gallmücke Feltiella acarisuga oder Raubwanzen der Gattung Orius besser geeignet, da sie auch kühlere Nächte tolerieren und in Baumkronen aktiv nach Beute suchen. Achten Sie beim Kauf der Nützlinge darauf, dass diese lebend und frisch geliefert werden, und verteilen Sie sie möglichst abends direkt an den befallenen Pflanzenteilen, damit sie nicht der prallen Sonne oder Austrocknung ausgesetzt sind. Wichtig ist, dass Sie die Nützlinge nicht gleichzeitig mit öligen Spritzmitteln oder Schwefelpräparaten anwenden, da diese die Helfer ebenso abtöten wie die Milben selbst.

Nach der Ausbringung sollten Sie in den folgenden ein bis zwei Wochen die Populationen regelmäßig kontrollieren, indem Sie die weißen Papierproben wiederholen und auf frische Gespinste achten. Sobald Sie keine lebenden Milben mehr finden, reduzieren die Nützlinge ihre eigene Vermehrung und sterben mangels Nahrung nach und nach ab – ein natürlicher Regelkreis, der keine Rückstände hinterlässt. Sollte ein erneuter Befall auftreten, wiederholen Sie die Prozedur, verbessern aber gleichzeitig die Rahmenbedingungen: Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit durch regelmäßiges Besprühen der Blattunterseiten mit kalkarmen Wasser, stellen Sie betroffene Zimmerpflanzen für einige Wochen in ein helles, aber nicht zu heißes Bad mit Abdeckung, und mulchen Sie im Garten den Boden, damit die Feuchtigkeit länger erhalten bleibt. Denken Sie daran, dass eine stark geschwächte Pflanze immer anfälliger ist – gießen Sie deshalb konsequent im Wurzelbereich, düngen Sie kaliumbetont und vermeiden Sie Stickstoffüberschuss, der weiches, milbenfreundliches Gewebe fördert. Auf diese Weise halten Sie Ihre Pflanzen vital und können zukünftige Schädlinge bekämpfen, sobald die ersten Zeichen auftauchen, wobei Sie die Schädlinge bekämpfen sollten, bevor sich größere Gespinstnester ausbilden – ein wacher Blick alle zwei Tage genügt, um rechtzeitig einzugreifen.